Arbeitsgemeinschaft VAA im Industriepark Höchst
AG VAA im IPH

April 2004

Newsletter 01. April 2004
Handelsblatt 31. März 2004: 
Die Mitarbeiter von Aventis setzen im Übernahmekampf auf Kreativität
Was hilft gegen Sanofitis?
Von Anna Trömel, Handelsblatt
Neue Waffen in der Übernahmeschlacht um Aventis: Aus Angst um ihre Jobs 
greifen die deutschen Mitarbeiter des Pharmariesen zur Klampfe. In einem Sound, 
der stark an die Klänge der niedersächsischen Country-Combo Truck-Stop erinnert, protestiert der
Betriebsrat im Chor gegen den Angreifer aus Paris.
weiter im Handelsblatt
Die Seite der Mitarbeiter findet Ihr unter
http://www.haende-weg-von-aventis.de/index.html
______________________________________
Karriereziel: Dr. Klempner
Britische Akademiker können in Arbeiterjobs mehr Geld verdienen
Vom 10.03.2004
LONDON Kuriose Entwicklung: Weil ihre Einkommen oft niedriger sind als die von 
Handwerkern oder Arbeitern, wechseln immer mehr britische Wissenschaftler in sozial 
weniger angesehene Jobs wie den des Tischlers oder Klempners - Hauptsache, die Kasse 
stimmt.
Von Kurier-Korrespondent Jochen Wittmann
Die Entdeckung seines Lebens machte Karl Gensberg im Badezimmer. Er plauderte mit dem 
Klempner, der den neuen Boiler installierte und irgendwie kam das Gespräch darauf, wie viel 
man jeweils verdiente. "Ich hatte gerade meinen Gehaltsstreifen zur Hand", so Gensberg, 
"und zeigte ihn her: 23 000 Pfund pro Jahr. Der Klempner konnte es nicht fassen: `Ich 
verdiene das Doppelte`, meinte er." Gensberg ist promovierter Molekularbiologe und forschte 
an der Universität von Birmingham über den Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf 
Körperzellen. Er sieht auf eine 13-jährige akademische Karriere zurück, aber sein 
Jahresverdienst liegt gerade einmal bei umgerechnet 34 200 Euro. Da fiel die Entscheidung leicht: 
Dr. Gensberg verabschiedete sich von seinen Studien, die zu neuen Therapien für Arthritis und Krebs 
hätten führen können, und schrieb sich für eine Klempner-Ausbildung am Sutton-College ein. Im 
Sommer kann er in seinem neuen Beruf anfangen. Seine Universität hat ihn schon gefragt, ob er 
nicht die Klempnerarbeiten auf dem Campus übernehmen will.

Gensbergs Karrierewechsel ist typisch für einen neuen Trend in Großbritannien: Hochqualifizierte 
Angehörige der Mittelklasse, von denen man annahm, dass sie gut bezahlte Berufe ausüben, 
entdecken traditionelle Arbeiter-Jobs. Nick Gutfreund gab seine Stellung als Manager einer 
Werbeagentur auf, um sich zum Tischler ausbilden zu lassen. Mark Embury, ein gut bezahlter 
City-Trader, wirft sich auf die Klempnerei, "weil das in Zukunft lukrativer sein wird". Und auch 
Geoffrey Lowton, ein Anthropologe, will Klempner werden, "weil ich in London lebe und keine 
Chance hätte, als Akademiker genug zu verdienen." Denn die Spenglerei hat tatsächlich noch 
goldenen Boden in Großbritannien. Bis zu 70 000 Pfund im Jahr, hört man, kann ein ein fleißiger 
Selbstständiger verdienen. Das hat zu einem Run auf einen Beruf geführt, dem früher die besseren 
Klassen mit Naserümpfen begegneten. Als das Training College in Bristol einen Klempner-Kurs 
ausschrieb, bewarben sich um die 35 Plätze mehr als 2000 Aspiranten.

Das Phänomen deutet auf einen Wechsel im traditionellen Klassen-Denken der Briten. Anders als 
in Deutschland, wo ein Ingenieur Vorstandsmitglied in einem Automobil-Konzern werden kann, 
waren solche Karrieren bisher in England undenkbar. Doch die Standesgrenzen brechen auf. Umso 
mehr in einer Zeit, wo die Aristokraten aus dem Oberhaus verbannt werden und der Nachfahre des 
Earl of Sandwich heute, wen wundert es, seinen Lebensunterhalt damit verdienen muss, belegte 
Brote zu vermarkten. Letztlich, so wissen die pragmatischen Briten, ist es doch das Geld, das 
Status verleiht, und nicht ein akademischer oder adeliger oder professioneller Titel ohne 
entsprechende pekuniäre Ausstattung. Und heutzutage kann man halt als Gasinstallateur, 
Klempner oder Dekorateur richtig gut Geld und damit mehr Staat machen.

Bei dieser sozialen Umschichtung gehen besonders die Lehrberufe voran, weil sie im internationalen 
Vergleich erbärmlich honoriert werden. Dr. Tom Skinner, der höchstbezahlte Genetiker am 
schottischen Roslin-Institut, das vor einigen Jahren die Welt mit dem ersten geklonten Schaf 
beglückte, war vom Donner gerührt, als er herausfand, dass der Mann, der im Institut die 
Coca-Cola-Maschinen auffüllt, 3000 Pfund im Jahr mehr verdient als er. Paul Rees vom britischen 
Hochschullehrerverband bestätigt den Trend: "Wir haben ein immer größer werdendes Problem von 
Akademikern, die ihren Job aufgeben und in andere Berufe wechseln, die oft einen niedrigeren 
sozialen Status haben. Kein Wunder, dass die Qualität der Hochschulausbildung abnimmt. 

aus http://www.wiesbadener-kurier.de/politik/objekt.php3?artikel_id=1399698
______________________
Wachsende Kritik an hohen Managergehältern
BDA-Präsident Dieter Hundt, forderte die Offenlegung der Gehälter jedes einzelnen Vorstandsmitglieds 
einer Aktiengesellschaft.
http://www.wiwo.de/pswiwo?fn=ww2&sfn=slink&bid=41399
______________________
Neues vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
Pressemitteilung vom 30.03.2004
Was ändert sich zum 1. April in den Sozialversicherungen?
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs04/d_104_5139.cfm
Newsletter 07. April 2004
Wirtschaftswoche: Arbeitszeit: Frei einteilen
In keinem anderen Land Europas können sich Mitarbeiter ihre Arbeitszeit so flexibel einteilen wie 
in Deutschland.
http://www.wiwo.de/pswiwo?fn=ww2&sfn=slink&bid=41737
______________________________________
Handelsblatt Sonderbeilage Altersvorsorge und Finanzanlage: hier bAV
Niedrige Erwerbsquoten sind ein Teil des Problems bei der Staatsrente
Mitarbeiter müssen Risiken der Betriebsrenten übernehmen  weiter
Newsletter 15. April 2004
ULA-Newsletter: Neue Ausgabe von kurz und bündig erschienen
Die Themen der Ausgabe  06/2004:
MITBESTIMMUNG / Verwässert EU-Verschmelzungsrichtlinie die Mitbestimmung?
GESELLSCHAFTSRECHT / BGH gegen Aktionoptionen für Aufsichtsratsmitglieder
ARBEITSMARKT / Bundesagentur soll Langzeitarbeitslose betreuen
SOZIALES (1) / Noch kein Durchbruch bei Gesetz zur Rentenbesteuerung
SOZIALES (2) / Was kosten die Reformen der Agenda 2010 die Betroffenen?
Die aktuelle Ausgabe des Newsletters kann unter
http://www.ula.de/service/download.php#kurzundbuendig abgerufen werden. 
Oder direkt als pdf: http://www.ula.de/download/20040408-kurzundbuendig.pdf
______________________________________
Pressemitteilungen des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
Pressemitteilung vom 08.04.2004
Ministerium weist Forderung von Arbeitgeberpräsident Hundt nach Erhöhung der Altersgrenze zurück
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs04/5150_5204.cfm
Pressestelle 	Berlin, den 08.04.2004
Ministerium weist Forderung von Arbeitgeberpräsident Hundt nach Erhöhung der Altersgrenze zurück
Das Bundessozialministerium weist diese Forderung entschieden zurück. Es ist ausgesprochen kontraproduktiv, 
die Menschen mit Diskussionen über die Anhebung des Rentenalters zu verunsichern, nachdem eine 
weitreichende Rentenreform verabschiedet wurde. Statt immer nach dem Gesetzgeber zu rufen, sollte 
Herr Hundt vielmehr seine Hausaufgaben erledigen und für mehr Beschäftigung Älterer sorgen.
Solange jedes zweite Unternehmen in Deutschland niemanden über 50 Jahren beschäftigt, stehen vor 
allem die Arbeitgeber in der Pflicht. Herr Hundt sollte deshalb auf seine Mitgliedsunternehmen einwirken 
und bei ihnen für die Einstellung auch von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werben. 
______________________________________
wissenschaft-online - Newsletter
Schnelle Unternehmensvergrößerung korreliert mit langen Erkrankungszeiten  [11.04.2004]
http://www.thelancet.de/artikel/714562
Quelle: Hugo Westerlund, Jane Ferrie, Jan Hagberg, Kerstin Jeding, Gabriel Oxenstierna, Töres Theorell . 
Workplace expansion, long-term sickness absence, and hospital admission. Lancet 2003; 362: 1193
Newsletter 23. April 2004
ULA-Newsletter: Neue Ausgabe von kurz und bündig erschienen
Die Themen der Ausgabe  07/2004:
VERSICHERUNGEN / Regierung plant mehr Rechte für Versicherungskunden
HINTERBLIEBENENRENTEN / Deutscher Führungskräfteverband kritisiert
Arbeitgeberforderung nach Kürzung
WERTPAPIERHANDEL / Deutscher Führungskräfteverband für Mitsprache der
Arbeitnehmervertreter bei Bekämpfung des Insiderhandels
Die aktuelle Ausgabe des Newsletters kann unter
http://www.ula.de/service/download.php#kurzundbuendig
abgerufen werden.  
Oder direkt als pdf: http://www.ula.de/download/20040423-kurzundbuendig.pdf
______________________________________
FAZ: Karrieresprung Flexibles Festgehalt - kein Widerspruch in sich 
Von Elke Matthes 16. April 2004 
Ein Orientierungswechsel prägt die Vergütungspraxis von Unternehmen. Während des 
Booms der späten 90er Jahre fokussierten sich die Unternehmen besonders stark auf 
variable Vergütungsbestandteile. Doch heute besinnen sich viele Unternehmen wieder 
auf ein systematisches und konsequentes Grundgehalts- beziehungsweise 
Festgehaltsmanagement. Dies gilt sowohl für den außertariflichen als 
auch tariflichen Bereich. weiter
______________________________________
Pressemitteilungen des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
Betriebliche Gesundheitsförderung ist moderne Unternehmenspolitik
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs04/5150_5237.cfm
______________________
Perspektive-Deutschland Endbericht
Im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin haben die Partner der Initiative (McKinsey, 
stern, ZDF und AOL) heute gemeinsam mit dem Schirmherrn Bundespräsident a.D. 
Richard von Weizsäcker die zentralen Erkenntnisse vorgestellt. Ab sofort stehen für 
Sie unter http://www.perspektive-deutschland.de/03060.php#p4 ausführliche Informationen 
und detaillierte Auswertungen zum Abruf bereit.
Kommentiert, etc.:
http://www.stern.de/politik/perspektivedeutschland/index.html?id=501574&nv=ma_ct
Noch mehr Statistik:
Zuversicht in Hessen und Bayern
http://www.onwirtschaft.t-online.de/c/18/82/21/1882218.html 
Newsletter 29. April 2004
VAA-Stellungnahme zu Aventis-Sanofi
Die Entscheidung des Aventis S.A. Aufsichtsrates, den Aktionären des Unternehmens die Annahme 
des verbesserten Sanofi-Synthélabo-Angebotes zu empfehlen, wird vom Verband angestellter Akademiker 
und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) kritisch gesehen. Unverständnis äußerten auch 
viele Aventis-Führungskräften, die Mitglied im VAA sind.
Die Zusicherung zum Erhalt der Arbeitsplätze an den deutschen Aventis-Standorten Höchst und 
Bad Soden sei viel zu unkonkret. Die massiven Interventionen der französischen Regierung pro Übernahme 
durch Sanofi deute auf eine klare französische Dominanz im neuen Pharma-Großkonzern hin. Damit 
ständen wohl auch Funktionen in den deutschen Betrieben zur Disposition.
Dr. Joachim Betz, Zweiter Vorsitzender des VAA und als Arbeitnehmervertreter selbst im Aufsichtsrat 
von Aventis S.A., hatte sich gegen die Annahme des Sanofi-Angebotes ausgesprochen. Gründe hierfür 
waren Zweifel, dass das Angebot zum Besten des Unternehmens, der Aktionäre und der Mitarbeiter sei. 
Die wesentlichen Argumente der jüngsten Vergangenheit gegen eine Fusion mit Sanofi seien durch die 
geringfügige Verbesserung des Übernahmenangebotes nicht ausgeräumt worden. Wie der Presse zu 
entnehmen war, verweigerte auch ein französischer Arbeitnehmervertreter seine Zustimmung.
Sanofi hatte im Vorfeld angekündigt, dass an Stelle eines Aufsichtsrates ein Verwaltungsrat an 
der Spitze des neuen Unternehmens stehen wird, dem üblicherweise keine stimmberechtigten 
Arbeitnehmervertreter mehr angehören. Bei der deutsch-französischen Aventis S.A. war 2001 für 
ein europäisches Unternehmen erstmals eine freiwillige Vereinbarung gelungen, vier 
Arbeitnehmervertreter als gleichberechtigte Mitglieder in den Aufsichtsrat aufzunehmen. Diese 
Vereinbarung dürfte auf den neuen Konzern nicht übertragbar sein.